Während die Mehrzahl aller Devisengeschäfte auf dem Forex – Markt über Optionen abgewickelt werden, besteht auch die Möglichkeit auf klassische Weise eine fremde Währung tatsächlich zu kaufen, also quasi einen realen Geldumtausch vorzunehmen. Dies nennt man Kassageschäft, da nicht nur so getan wird, als erwerbe man eine andere Währung, sondern man tut dies tatsächlich. Da der Markt sich jedoch sehr schnell bewegt und die Anzahl der Geschäfte enorm groß ist, fließen nicht wirklich Gelder vom Käufer zum Verkäufer. Um der Geschwindigkeit der Abwicklung gerecht zu werden, muss der Käufer nichts überweisen, sondern er muss eine Mindestdeckung für das eingegangene Risiko hinterlegen, so dass für den Fall eines Verlustes dieser ausgeglichen werden kann. Diese Mindestdeckung hört auf den Fachbegriff „Margin“. So hoch wie der Margin ist, so hoch ist auch das getätigte Geschäft abgesichert. Der Rest des Auftragsvolumens wird quasi als Kredit gehandelt. Der Vorteil dieser Art von Geschäft liegt klar auf Seiten des Käufers. Er kann mit verhältnismäßig wenig Geld verhältnismäßig große Geschäfte tätigen. Der Nachteil daraus ist allerdings systemimanent. Schon geringe Schwankungen zuungunsten des Käufers können sein gesamtes Kapital vernichten, nämliich dann, wenn die Kursveränderung so groß ist, dass der entstehende Verlust den Margin übersteigt. Ein kleiner Margin birgt also ein umso höheres Risiko, das gesamte eingesetzte Geld zu verlieren. Dieses Phänomen nennt man Leverage – Effekt. Konkret sieht das dann etwa so aus. Angenommen, man hat zehntausend Dollar als Margin zur Verfügung. Damit kann man bei einem Hebel von einem Prozent bis zu einer Million Dollar handeln. Entscheidet man sich in diesem Beispiel dafür, eine halbe Million Euro zu erwerben, können folgende Situationen eintreten. Stehen die Sterne günstig und man ist auf der Gewinnerseite, weil man den Euro bei einem Kurs von 1,16 Dollar gekauft hat und der Euro um eine halben Prozentpunkt gestiegen ist, als man wieder verkauft, hat man knapp dreitausend Dollar verdient, wobei man nur fünftausendachthundert Dollar eingesetzt hat. Ein gutes Geschäft also.

Läuft es ungünstig und der Euro ist statt zu steigen ein halbes Prozent im Kurs gefallen, hat man die entsprechende Summe verloren. Bei einem Prozent Kursverlust wäre das gesamte Kapital für dieses Geschäft, nämlich die ganzen fünftausendachthundert Dollar verloren. 

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01. Oktober 2008