Am Donnerstag hat das Pfund Sterling in den frühen Stunden des Handels seine aktuelle Talfahrt ungebremst fortgesetzt. Die Angst vor der Rezession geht in Großbritannien um und so fiel das Pfund Sterling zum US-Dollar dann sogar auf nunmehr 1,3820 US-Dollar, hatte es am Vorabend noch einen Wert von 1,3982 US-Dollar. Der Euro zeigte sich recht stabil bei Kurswerten, die bei 1,30 US-Dollar lagen und damit nur leicht unter dem Schlussniveau von New York lagen, allerdings auch den Tageswert des Vortages als Referenzwert der Europäischen Zentralbank von 1,2910 US-Dollar überstieg.

Der Yen war im Devisenmarkt unter starker Beobachtung, denn der hat am Mittwochabend plötzlich und überraschend gegenüber den anderen Währungen angezogen, was allerdings für die japanische Wirtschaft im Hinblick auf die Exporte nachteilig war und Exporteure betrübte.

Der Euro konnte zum Pfund Sterling anziehen und erreichte Werte von 93,82 Pence. Am Mittwochabend war der Euro noch bei 93,36 Pence zu finden. Für Händler am Markt ist eigentlich jetzt schon klar, dass es sich nur noch um eine Frage der Zeit handelt, wann dieses Währungspaar bei Eins-zu-Eins liegt, denn das Pfund Sterling wird nach Meinung von Experten das Tal in nächster Zeit wohl nicht so einfach verlassen können. Inzwischen wird sogar schon über erneute Leitzinssenkungen spekuliert, auch wenn von der Europäischen Zentralbank Warnungen ausgehen hinsichtlich einer zu locker gestalteten Geldpolitik. Weil die Zentralbanken sehr unterschiedlich vorgehen, ist das in den Wechselkursen sehr stark spürbar.

Eine positive Nachricht am Devisenmarkt liegt darin, dass sich der Dollar inzwischen zum Yen etwas erholen konnte. Am Morgen des Donnerstag konnte der Dollar mit 89,20 zum Yen notieren. Am Abend zuvor waren Fälligkeiten im Bereich von Optionen zu verzeichnen gewesen an den Terminmärkten und die brachten heftige Kursbewegungen mit sich und drückten den Dollar deutlich – teilweise sogar auf weniger als 88 Dollar.

Der Dollar konnte seine Verluste aber wieder wettmachen und trotzdem ist dabei die Erkenntnis zurückgeblieben, dass der Devisenmarkt im Moment eben nicht so funktioniert, wie man das in der Vergangenheit gewohnt war. Ein wichtiger Grund für die intensiven Kursbewegungen wird in der geringen Liquidität der Devisenmärkte insgesamt gesucht.

Dass die Bank of Japan dem stürzenden Wechselkurs ohne weitere Reaktionen zusehen wird, das ist wohl ein Irrtum. Und genau das ist aber auch der Hintergrund dafür, dass das Abwärts des Dollar begrenzt wird. Gestern waren sich die Experten des Marktes jedenfalls zum Abschluss zunächst einmal sicher, dass den Yen-Bullen aktuell der Appetit wohl etwas verdorben wurde. Und das wurde auch damit bestätigt, dass die Regierung von Japan schon veröffentlicht hat, die Wechselkurse stark zu beobachten.

Am vorletzten Tag der Handelswoche konnte der Euro dann bei 115,60 Yen notieren, lag damit aber unter dem Schluss des Vortages, das bei 116,73 Yen lag.

Und auch vom Rentenmarkt gab es keine wirklich positiven Nachrichten am Donnerstag, denn der Bund-Future gab nach. Nach vormals 124,36 Punkten schloss er am vorletzten Handelstag bei 93 Ticks. Die Händler des Marktes sehen den Hintergrund für die Entwicklung bei der leichten Stimmungsverbesserung am Aktienmarkt.

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23. Januar 2009