Insgesamt war das Jahr 2008 in seinen letzten Wochen ja in Sachen Finanzen mehr als turbulent. Und gerade für die Fonds fällt dann die Bilanz für das Jahr 2008 wirklich miserabel aus. So mussten Besitzer einiger Aktienportfolios im Rahmen der Wirtschafts- und Finanzkrise teilweise ein Drittel des Kapitals, das sie investiert hatten, als verloren gegangen abschreiben. Und wer sich bisher als ein Liebhaber von Schwellenländern und deren Aktien zeigte, hatte teilweise sogar mit hälftigen Verlusten in den Papieren zu kämpfen.

Und so waren es sogar die als sehr sicher geltenden Geldmarktprodukte, die bedingt durch die starken Verwerfungen, die sich am Markt ergeben haben, dann mit einem Minus im Jahr 2008 abschließen mussten. Teilweise müssen Immobilienportfolios sogar mit Schließungen rechnen, was zumindest in Einzelfällen so ist.

Einen Sieger in diesem Bereich gibt es aber im Jahr 2008. Und das sind offenbar die Fonds, die einen Schwerpunkt bei den erstklassigen Anleihen des Staates hatten. Die kamen nämlich im Jahr 2008 dann ohne Verluste aus der Krise heraus.

Das ist zumindest das Ergebnis eines Vergleichs von mehr als 7.000 für Deutschland zulässigen Investmentfonds, die sowohl von in- als auch von ausländischen Anbietern auf den Markt geworfen wurden. Dabei wurden bei dieser Auswertung insgesamt die Produkte ausgewählt, die im Rahmen von 36 als wichtig erachteten Anlageschwerpunkten zugeordnet werden konnten.

Eine starke Veränderung der Psychologie bei den Anlegern war dann im Jahr 2008 – zumindest zum Ende hin – zu beobachten. Die Flucht der Investoren hinsichtlich der eskalierenden Situation im Rahmen der Finanzkrise trieb dann tendenziell weg von den Risikoinvestments und hin zu der gewünschten Sicherheit, die sich gerade in den Staatsanleihen zeigte. Für 2008 konnte also ganz klar schon festgelegt werden, dass es ein Klassiker als Anleihejahr wurde. Die internationalen Portfolios brachten dann 2,9 Prozent, die Anleihen von Europrodukten insgesamt 5,5 Prozent an Einnahmen.

Dabei waren bei einigen Verwaltern die Euro-Anleihefonds die klaren Sieger, denn die gingen teilweise mit 17,6 Prozent Rendite für die Anleger hervor. Auch wenn der Anleihemarkt möglicherweise nun einen kleinen Rückschlag verzeichnen wird – Experten rechnen, darf man Medienberichten glauben, mit einer schnellen Erholung des Marktes und dann auch mit einem schnellen Anknüpfen an die alten Trends.

Hier wird ein kurzfristiger Anstieg der zehnjährigen Bundesanleihe erwartet, der dann aber einen Verlust von rund zwei Prozent im Verlauf des Jahres nehmen wird. Offenbar erwarten die Börsianer derzeit noch nicht die Deflation, die dann eben mit stark gesunkenen Preisniveaus einhergeht. Da sind Vermögensverwalter teilweise anderer Ansicht, denn die argumentieren, dass die Verpflichtungen hinsichtlich der Kredite weiterlaufen werden. Und genau hier wird dann der Hintergrund für die Annahme gesehen, dass die Anleger im Verlauf des Jahres 2009 weiterhin auf die gewünschte Sicherheit setzen werden – und das könnte dann nach Vermögensverwaltern die derzeit laufenden Staatsanleihen mit einer langen Laufzeit stark beflügeln.

Die Schwankungen, die an den Finanzmärkten im Verlauf des letzten Jahres zu verzeichnen waren, hatten so intensive Verläufe, wie sie lange nicht mehr beobachtet werden konnten. Da werden dann wohl auch die Verwerfungen an den Währungen etwas zu beigetragen haben, dass die Portfolios einmal so richtig durchgeschüttelt wurden?

 

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15. Januar 2009