Die europäische Gemeinschaftswährung ist heute in den europäisch dominierten Forex-Trade mit dem niedrigsten Stand seit drei Wochen gestartet. Der Euro musste mit den schlechten Vorgaben aus dem asiatisch geprägten Forex-Trade starten. Seinen Tiefststand erreichte der Euro mit einem Wert von 1,3503 Dollar. Seit dem 15. Dezember erreichte die europäische Gemeinschaftswährung letztmals diesen Stand. In den europäisch geprägten Handel startete der Euro dann heute morgen mit 1,3517 Dollar. Der Dollar wurde mit 0,7395 Euro notiert. Auch gegenüber den anderen Hauptwährungen gab der Euro nach. Am meisten vor allem gegenüber dem Japanischen Yen verlor der Euro nach einigen fulminanten Aufwertungen mächtig an Boden. Die Europäische Zentralbank hatte am Montagmittag den Referenzkurs für die Wechselkurspaarung EURUSD auf 1,3582 Dollar festgelegt. Am Freitag lag der Referenzkurs noch bei 1,3866 Dollar je Euro.

Die Märkte sind zur Zeit von den nahenden Leitzinsentscheidungen der Bank of England am kommenden Donnerstag und der Europäischen Zentralbank nächster Woche geprägt. Analysten sehen deutlich die Signale für eine Senkung der aktuellen Leitzinsniveaus, aufgrund steigender Deflationsgefahren und der Rezession der Wirtschaft. Viele Investoren nahmen ihre über das Jahresende aufgebauten Gewinne mit. Nach der Rally der europäischen Gemeinschaftswährung, die diese von 1,26 auf fast 1,47 Dollar schoss, setzt nun eine Korrektur der Wechselkurswerte ein. Profitieren kann davon derzeit der Greenback, der auch durch die neu bekannt gewordenen Details des Konjunkturpakets des angehenden Präsidenten Barack Obama unterstützt wird.

Die neu aufgeworfene Diskussion um mögliche Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank hat den Euro massiv belastet. Aus technischer Sicht sehen die Analysten daher den Euro in einer Defensivstellung. Die Unterstützung der europäischen Gemeinschaftswährung wird bei 1,3440 Dollar gesehen. Der Widerstand liegt nach Meinung der Analysten bei 1,3665 Dollar. Der Jahresauftakt hat den Risikoappetit der Investoren weltweit leicht gesteigert. Vor allem institutionelle Investoren, versorgt mit frischem Kapital, haben den Euro nach den Kursgewinnen zum Ende des Jahres 2008 gestern deutlich unter Druck gesetzt.

Am Vormittag könnte es einige Impulse für die Forex-Märkte geben. Dann nämlich werden die Einkaufsmanager-Indizes im Euroraum bekannt gegeben. In Großbritannien steht außerdem noch der Index für das Dienstleistungsgewerbe für den Monat Dezember auf dem Plan. Von diesen Daten könnten einige Bewegungen auf die Wechselkurse ausgehen. Am Nachmittag wird in den Vereinigten Staaten der ISM Einkaufsmanager-Index der Service-Branchen erwartet. Weiterhin stehen auf der Veröffentlichungsagenda heute noch die Daten zum Auftragseingang der amerikanischen Industrie und den Hausverkäufen auf dem US Immobilienmarkt.

 

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06. Januar 2009