Am Montagmorgen startete die europäische Gemeinschaftswährung beim Übergang von asiatisch zum europäisch geprägten Devisenhandel über der 1,40 Dollar Marke. Im Vergleich zum Ende der vergangenen Woche, zeigte sich der Euro wieder etwas erholt. Schaut man aber auf den Wochenanfang der letzten Handelswoche, so ist der Euro noch deutlich geschwächt. Nach der überraschend hochausgefallenen Leitzinssenkung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve startete die europäische Gemeinschaftswährung deutlich über der 1,45 Dollar Marke in den Forex-Trade. Der Dollar musste heute im späten asiatischen Forex-Trade einen Teil seiner Gewinne an den Euro abgeben, die er am Freitag nach Bekanntgabe der Hilfen für die amerikanische Automobilindustrie eingefahren hatte. Aber nicht nur gegenüber dem Dollar zog am Morgen der Euro wieder an, sondern auch gegenüber dem Japanischen Yen. Derweil gibt die japanische Währung gegenüber dem Dollar deutlich nach. Die Analysten erklären den Verlust mit dem bei weitem höher ausgefallenen japanischen Handelsbilanzdefizit.

Zur Zeit sehen die Experten kaum fundamentale Impulse, die die Forex-Märkte beeinflussen könnten. Grundlegende Konjunkturdaten spielen derzeit eine untergeordnete Rolle bei der Wechselkursentwicklung im Forex-Trade. Die verbliebenen Marktteilnehmer rechnen noch bis Jahresende mit weiteren extremen Kursausschlägen. Die Liquidität auf den Forex-Märkten gestaltet sich seit mehreren Tagen sehr dünn und die wenigen verbliebenen Marktteilnehmer können schon mit geringen Investitionen große Kurssprünge auslösen.

Analysten erwarten heute keine eindeutigen Impulse auf den Forex-Märkten, die durch die Bekanntgabe von Konjunkturdaten zu erwarten wären. Die Konjunkturdatenagende ist sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten eher dünn. Heute werden nur makroökonomische Daten erwartet, die von ihrer Wichtigkeit her in die zweite Reihe einzuordnen sind. In der Eurozone wird im Laufe des Vormittags die Zahlen für die Auftragseingänge der Industrie für den Monat Oktober bekannt gegeben. In den USA wird heute Nachmittag (MEZ) der National-Activity-Index für den Monat November erwartet, der von der Federal Reserve Bank of Chicago ermittelt wird.

Von Interesse für einige Analysten könnte der Geschäftsklimaindex für den Monat Dezember des Königreichs Belgiens werden. Die belgische Volkswirtschaft ist zwar eher klein, aber ihr wird, vor dem Hintergrund eines sehr hohen Anteils an Vorprodukten, eine Vorlauffunktion für die ganze Eurozone eingeräumt. Daher richtet sich das Interesse der Ökonomen heute auf Belgien, um anhand der Daten Rückschlüsse für den Euroraum zu ziehen.

Die Forex-Experten sehen heute aus charttechnischer Perspektive den nächsten Widerstand der europäischen Gemeinschaftswährung bei 1,4410 Dollar. Unterstützung erfährt der Euro bei einem Niveau von 1,3511 Dollar.

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24. Dezember 2008