Auch in Zeiten des Euro, der zahlreiche nationale Währungen abgelöst hat, ist Devisenhandel alles andere als ein altes Eisen. Der Handel mit verschiedenen Währungen, das ist unter Devisenhandel grob gesagt zu verstehen, ist nach wie vor ein gutes Geschäft. Auf diese Markt werden täglich große Vermögen umgesetzt. In Deutschland wird dabei am meisten mit Dollar, Pfund und Yen spekuliert. Da ein Devisengeschäft natürlich nur funktionieren kann, wenn man wenigstens eine Währung gegen die andere tauscht, treten diese im Handel immer als Paar auf. Das Devisengeschäft ist vor allem etwas für Profis. Die großen der Finanzbranche, also Fondgesellschaften und Banken, beherrschen den Markt, wenn auch Privatleute heute ebenfalls dank Internet hier ihr Glück versuchen können. Gelingt so ein Geschäft, locken hohe Gewinne, was diesen Markt so besonders attraktiv macht. Die Möglichkeite gehen aber über reine Spekulationsgeschäfte hinaus. So kann man zum Beispiel mit einem Fremdwährungskredit nicht nur eine Immobilie oder eine andere Investition stemmen, sondern gleichzeitig dabei mit etwas Glück und Geschick einen Teil des Tilgung erwirtschaften. Auf jeden Fall muss man solchen Geschäften viel Aufmerksamkeit schenken, wenn sie Profit abwerfen sollen. Dieser speist sich aus den Schwankungen, denen die einzelnen Währungen ausgesetzt sind. Verursacht werden sie durch unterschiedliche Marktentwicklungen, zum Beispiel Zinsveränderungen oder die Veröffentlichung von Prognosen, die für das betreffende Land günstig oder ungünstig sind. Die Hoffnung des Spekulanten ist auch hier wie bei vergleichbaren Geschäften, dass er die Währung seiner Wahl günstig einkauft und möglichst teuer verkauft. Da die Schwankungen mitunter sehr rasch auftreten, muss man also stets sein Depot im Blick haben und sehr schnell reagieren. So investieren die Profis mitunter riesige Summen in solche Devisengeschäfte was bedeutet, dass schon geringste Bewegungen große Profite einbringen können, oder große Verluste. Ein Team von Experten beobachtet bei Banken und Fonds den gesamten Markt und versucht schon im Vorfeld zu prognostizieren, welche Nachrichten, die Einfluss auf eine Währung haben können, zu erwarten sind und wie sie sich auswirken werden. Ein kleiner Informationsvorsprung kann dabei über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Der Computer ist ein heute nicht mehr wegzudenkendes Hilfsmittel bei allen Börsengeschäften, egal ob es um Devisen oder Aktien geht. Nur durch ihn ist das wahnsinnige Tempo überhaupt möglich, mit dem gigantische Summen in Sekundenbruchteilen den Erdball umrunden können. Nicht wenige Länder sind durch Devisenspekulanten schon in große Bedrängnis geraten, ganze Volkswirtschaften wurden über Nacht ruiniert, weil gegen die Landeswährung „gewettet“ wurde. Dies ist die Schattenseite des Devisenhandels, dem man mit besseren weltweiten Kontrollen inzwischen Einhalt zu gebieten versucht. Das wichtigste Handelssystem für Devisen nennt sich Forex. Über dieses System werden täglich Billionen umgesetzt, was eine Ahnung ermöglicht, welche Profite dabei möglich sein können. Zur Beliebtheit des Devisenhandels trägt auch bei, das man weniger Kapital einsetzen muss als etwa bei Aktiengeschäften. Zwar gibt es eine Mindeseinsatz, aber keine Nachschusspflicht, ein negativer Saldo des Devisenkontos ist somit ausgeschlossen und somit auch der Verlust auf natürliche Weise begrenzt. Auf diesem Konto liegen jedoch nicht tatsächlich fremde Währungen, sondern man erwirbt nur Optionen auf deren Kauf. Man kann also mit einer wesentlich höheren Devisensumme handeln, als man tatsächlich Kapital zur Verfügung hat; ein weiterer reizvoller Gesichtspunkt dieser Geschäfte. 

 

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26. Oktober 2008