Wie in jedem anderen Spekulationsmarkt auch, verhält es sich auch im Forex so, dass man über gewisse Taktiken und Strategien verfügen muss, um auch langfristig Gewinne aus dem Geschäft zu erzielen. Man kann zwar auch als Laie mit einem guten Gespür kurzfristig hohe Gewinne erzielen, möchte man sich allerdings länger auf dem Devisenmarkt aufhalten, so braucht man gut durchdachte Strategien, die dann auch längerfristig zum Erfolg führen. In der Praxis gibt es einige Strategien, die sich im Devisenhandel bewährt haben, welche hier nun kurz dargestellt werden sollen.

Die Strategien:

Abstellen auf sichtbare Zinsdifferenzen: Eine dieser Strategien, die sich in der Praxis bewährt haben ist das sogenannte Abstellen auf sichtbare Zinsdifferenzen. Solche Zinsdifferenzen befinden sich im Verhältnis von zwei Währungen und zwar dann, wenn die beiden verschiedenen Währungen einen sich stark unterscheidenden Zinssatz (per anno) aufweisen. Eine solche Lage kann dann von einem erfahrenen Devisenhändler genutzt werden und hohe Gewinne bringen. In diesem Zusammenhang ist es zunächst wichtig, dass der Händler begreift, dass er selbst nicht in der Lage ist, den Devisenmarkt zu beeinflussen. Als Devisenhändler kann man nur von den Bewegungen profitieren, die sich auf dem Markt ereignen. Hedge Fonds sind zum Beispiel dazu in der Lage solche Bewegungen auszulösen. Diese Fonds haben die Eigenheit, dass sie sich aus niedrig verzinsten Währungen finanzieren. Als Devisenhändler kann man sich nun daran machen, sich auf die hoch verzinsten Währungen zu konzentrieren, bei deren Entwicklung man profitieren kann. Hierfür muss man sowohl die Hochzinswährung, als auch die Niedrigzinswährung im Auge behalten und in Zusammenhang sehen. In unserem Beispiel verhält es sich nämlich so, dass der Kurs der Niedrigzinswährung durch die Bewegungen der Hedge Fonds zu den Ungunsten der hoch verzinsten Währung beeinflusst wird. Im Zuge einer Chartanalyse kann sich in weiterer Folge eine Trendwende abzeichnen. Hieraus kann ein Trader dann Gewinne schlagen, indem er von einem Aufwärtstrend von Hochzinswährungen profitiert. Man sieht also, dass die Basis dieser Strategie das Beobachten der hoch verzinsten Währungen ist.

Abstellen auf die ökonomischen Rahmenbedingungen des Markts: Das Abstellen auf die ökonomischen Rahmenbedingungen des Marktes ist eine weitere Strategie, die ihre Wirksamkeit schon des öfteren unter Beweis gestellt hat. In diesem Zusammenhang hat sich der Rohölpreis als wichtiger Indikator für Entwicklungen bewährt. Der Grund dafür ist, dass der Rohölpreis in der Zwischenzeit die ehemalige Führungsposition des Dollars übernommen hat. Vor Kurzem war es noch so, dass man eine deutliche Koppelung des Dollars an den Rohölpreis feststellen konnte, weil fast der gesamte Handel mit Rohöl über den Dollar abgewickelt wurde. Durch diese Gegebenheit konnte ein Devisenhändler damit rechnen, dass ein im Steigen begriffener Rohölpreis auch einen steigenden Dollarkurs – mit einer kleinen Verzögerung – zur Folge haben wird. Das war auch der Grund dafür, warum der Dollar gegenüber anderen Währungen fast immer stärker war und ebenfalls warum ein Trader so ziemlich sicher spekulieren konnte. Mittlerweile hat sich dieser Tatbestand in Richtung des Euros verschoben. Es verhält sich nun also so, dass der Eurokurs fast deckungsgleich mit dem Rohölpreis ist und er jede Veränderung nach oben oder unten mit einer kleinen Verzögerung mitmacht. Daraus wird ersichtlich, dass man unter Beobachtung des Eurokurses und des Rohölpreises hohe Gewinne erzielen kann. 

 

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21. Oktober 2008