„Geld regiert die Welt!“ Dieses Sprichwort mag einigen zwar sicherlich etwas Unbehagen erzeugen, aber schlussendlich entspricht er der Wahrheit. Denn zum Schluss werden mit Geld unsere Grundbedürfnisse, wie dem nach Nahrung, Kleidung und so weiter, gestillt. Vor dem es Geld gab, war der Tauschhandel die übliche Praktik, um zu den Gütern oder Dienstleistungen zu kommen, die man für den Alltag braucht. Beim Tauschhandel handelt es sich um kein Vorgehen, welches durch lange Planung charakterisiert ist, sondern es wurde von momentanen Entscheidungen bestimmt, die nicht dem Prinzip des Angebots und der Nachfrage entsprechen. Nach einiger Zeit führte man das Geld ein, was den Tauschhandel ablöste. Der Sinn und Zweck der Einführung des Geldes war es, eine Art Standard bei Geschäften einführen zu können. Nach der Einführung des Geldes als Zahlungsmittel spielte in weiterer Folge dann der Devisenhandel eine immer entscheidende Rolle. Anfangs war der Handel mit Devisen noch eher ein Glückspiel, welches nicht nach keinen konkreten Regeln gespielt wurde. Doch schon bei den alten Römern machte sich ein gewisser Prestigefaktor breit, wie ihn wir auch in ähnlicher Form vom Dollar nach dem 2. Weltkrieg her kennen. Im Mittelalter schließlich geriet der Devisenhandel immer mehr in Vergessenheit, weil der Tauschhandel wieder eine Blüte seiner Existenz erlebte. Noch 1776 wurden von Adam Smith von großen Problemen in Zusammenhang mit Geld als Zahlungsmittel beschrieben und es dauerte noch weitere 2 Jahrhunderte bis sich dies zu ändern begann. Verwunderlich ist das nicht, denn nach den beiden Weltkriegen erkannte man erst die Bedeutung einer stabilen Währung. Das Bretton Woods System von 1944 zwang dann schlussendlich die Welt zu einem Devisenhandel. Bereits zu Beginn war der Dollar die Basiswährung und der Dollar war auch die einzige Währung, welche mit Gold aufgewogen war. Alle anderen Währungen hingegen standen in einem fixen Kursverhältnis zum Dollar. Das war also kein wirklicher Devisenhandel für Anleger und Spekulanten, sondern mehr eine Urform des Devisenhandels, welcher allerdings von einer Weltmacht diktiert wurde. Um den Vietnamkrieg ausreichend finanzieren zu können, wurden die Geldpressen angeschmissen und das Gold, welches hinter dem Dollar stand, wurde immer dünner und die Noten immer leichter. Dadurch allerdings, dass der Devisenhandel mehr oder weniger von den USA diktiert wurde und somit alle Staaten den Verlust bezahlen mussten. In den 70er Jahren wurde dann das Bretton Woods System abgeschafft und der Devisenhandel begann endlich so zu funktionieren, wie es sich eigentlich schon längst gehört hätte, nämlich so wie auch der Gütermarkt. So bestimmen heut zu Tage das Angebot und die Nachfrage den Devisenmarkt und bestimmt den Wert einer Währung. In Laufe der Zeit hat sich der Devisenmarkt zu dem größten Finanzmarkt der Welt entwickelt, an dem täglich mehrere Billionen Euro umgesetzt werden. Durch die Einführung des Internets und das immer steigende Interesse an der Spekulation mit Währungen – was auch mit der immer schwächer werdenden Börse zu tun hat – wurde der Devisenmarkt schlussendlich auch Privatanlegern eröffnet und so erfreut sich das Handeln mit Devisen einer immer steigenden Beliebtheit.   

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17. Oktober 2008