Was wäre das Leben heutzutage ohne Geld. Über tausende von Jahren hat sich Geld zu dem entwickelt was es heute ist. 4500 vor Christus wurde mit Silber bezahlt. Sieben Jahrhunderte vor Christus kam es dann zum ersten Mal vor, dass in Münzen bezahlt wurde, die damals auch aus reinem Silber waren. Papiergeld wurde in China erfunden und gibt es nun aber seit ca. 300 Jahren auch in Europa. Den Devisenmarkt gibt es erst seit ein paar Jahren, davor gab es immer ein festes Verhältnis zwischen den Währungen, welche getauscht wurden. Wie schon erwähnt, einen freien Devisenmarkt gibt es noch nicht sehr lange und somit auch nicht die flexiblen Währungskurse. Der Goldstandard ist sehr eng mit dem Devisenmarkt verknüpft. Der Goldstandard war während den Kriegszeiten in der Lage, eine Währung stabil zu halten, so dass sie im Wert nicht fiel. Ein Geldschein hat somit auch ein kleines Anrecht auf eine gewisse Menge an Geld. Grundsätzlich war immer der Wert des Goldes für jedermann bekannt und wurde nie verheimlicht. Daher gab es auch stabile Währungen, da der Goldpreis bis auf geringe Abweichungen auf der ganzen Welt immer das gleiche wert war. Im zweiten Weltkrieg wurde dann plötzlich soviel Geld in die Waffenindustrie gesteckt, dass der Goldstandard in sich zusammen brach. Dieses Geld konnte nun aber nicht mehr durch die eigenen Goldvorräte abgesichert werden. Somit blieb das Gold zwar konstant in der Menge, jedoch das Geld wurde mehr ausgegeben. Durch ein Abkommen wurde das Gold schlussendlich als Devisenreserve vom Markt genommen. Es gab zu dem Zeitpunkt nur den Dollar, der ein festes und seriöses Tauschverhältnis hatte und auch als solches galt. Nur der Dollar galt als Sicherheit in diesem neuen Internationalen System. Aber auch da waren noch alle Währungen fest auf einen Wert reduziert und schwankten nicht, denn sie richteten sich alle nach dem US-Dollar. Eine Goldmünze war damals 35 Dollar wert, der Dollar war die einzige Währung, welche man auch in Gold umtauschen konnte, wenn man es denn wollte. Heute hingegen berechnet man 650 US-Dollar für eine Unze Gold. Durch das von Bretton Woods inizierte Abkommen wurde der Dollar zum Leitfaden der Gesellschaft. Wie viele Systeme zuvor hatte aber auch das System von Bretton Woods nur eine kurze Lebensdauer. Um genau zu sein 25 Jahre. Es kam zu Spannungen, da die Länder unterschiedliche Wachstumsraten hatten und die USA ein Bilanzdefizit. Es wurden Anpassungen vorgenommen zwischen der Deutschen Mark und dem US-Dollar. Dies geschah 1961. Auch mit weiteren Angleichungen in den späten Sechzigern versuchte man das System beizubehalten. Jedoch wurde es Anfang der Siebziger Jahre abgeschafft, nachdem es endgültig zusammengebrochen war. Der Europäische Wechselkursverbund wurde gegründet, die Währungen innerhalb Europas waren im Kurs weniger flexibel, jedoch sehr beweglich im Bezug zum US-Dollar. Auch dieses System hielt sich nicht, denn es kam zum Europäischen Währungssystem. Es geschah einiges bis es 1991 dann endgültig zum Maastrichter Vertrag kam, dieser erwies sich als gute Grundlage für die europäische Gemeinschaftswährung, den Euro. Nachdem dieser 1999 eingeführt wurde, herrschten zwischen den weiteren Währungen untereinander flexible Wechselkurse.

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16. Oktober 2008