Für jede Aufgabe gibt es das passende Werkzeug, im Zusammenhang mit dem Devisenmarkt gibt es sogar mehrere Werkzeuge, die den Umgang mit dem Markt erleichtern sollen, dabei besitzt jedes Werkzeug seine eigenen Schwächen und Vorteile. Für Einsteiger wird häufig die technische Analyse empfohlen: die technische Methode kann mit verschiedenen Systemen angewandt werden, doch das besondere bei diesem Werkzeug ist, dass vor allem die Trends der Kurse untersucht werden. Die verschiedenen Systeme basieren unter anderem auf der Fibonacci-Zahlenreihe und stochastischen Analysen. Unter den Tradern ist es üblich mehrere Systeme zu mischen und zu kombinieren, sehr häufig wird die Fibonacci-Zahlenreihe mit der Theorie der Elliot-Waves kombiniert. Bei der streng technischen Analyse wird davon ausgegangen, dass die aktuellen Kurse sämtliches Wissen, das dem Markt zugänglich ist, beinhalten und es deswegen reicht den Kurs zu beobachten, anstatt den Hintergrund zu analysieren. Ein anderes Werkzeug wird als Fundamental-Analyse bezeichnet. Diese Methode kann unter Umständen sehr schwer zu handhaben sein, doch es soll auch Händler geben, die rein mit dieser Methode handeln. In der Regel wird die Fundamental-Analyse für langfristige Trendvorhersagen angewandt. In der Praxis versucht die Methode die Situation eines ganzen Landes zu beurteilen, welches aufgrund der vielen Faktoren natürlich eine sehr zeitaufwändige Methode darstellt. Es existiert ein Katalog häufiger Indikatoren, von denen nun einige aufgezählt werden. Statistiken über die ausbezahlten Gehälter lassen Aussagen über die Währungsnachfrage und das Angebot treffen, genau wie der PMI, der dem deutschen Einkaufsmanagerindex entspricht und Angaben zum Konsumklima gibt. Zu den häufigsten Indikatoren zählt auch der CPI, welcher mit Verbraucherpreisindex übersetzt werden kann. Das Statistische Bundesamt definiert den CPI über die für Privatpersonen relevante durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und angebotenen Dienstleistungen. Der durchschnittliche Warenpreis wird anhand eines Warenkorbes festgelegt, welcher jährlich aktualisiert wird und die am häufigsten gekaufte Produkte enthält. Hinzu kommt der Umsatz des Einzelhandels und auch die aktuelle Menge der Gebrauchsgüter, um eine Übersättigung oder eine Nachfrage des Marktes in die Analyse mit einfließen zu lassen. In der Fundamentalen Analyse sind die Indikatoren nur ein Aspekt der Methode, denn um ein umfassendes Bild über den Markt zu erhalten, ist es wichtig, die Teilnehmer zu beobachten. Die Aussagen anderer Teilnehmer, Experten oder Zeitschriften können einen genauso starken Effekt auf den Forex ausüben, wie politische Ereignisse, oder Kriege. Selbst Umformulierungen können Indizien für eine Änderung des aktuellen Trends darstellen. Eine Fundamentale Analyse ist nur erfolgreich, wenn möglichst viele Faktoren des Devisenmarkts ständig beobachtet werden und möglichst in Echtzeit in die Berechnung einfließen. Manche Broker bieten ihren Kunden die Möglichkeit, in Echtzeit Zugang zu allen relevanten Informationen zu erhalten, dazu gehört auch eine Zusammenfassung oder ein Besuch der internationalen Meetings im Zusammenhang mit dem Forexmarkt. Beide Werkzeuge der Marktanalyse können selbstverständlich kombiniert werden. Das Verhältnis der Gewichtung der einzelnen Methoden wird vom jeweiligen Trader individuell festgelegt, je nach Charakter und Sympathie mit den einzelnen Methoden. Gerne wird die Fundamentalanalyse für langfristige Vorhersagen genutzt, um zum Beispiel den Zeitpunkt für den Ein- oder Ausstieg in den Markt festzulegen, während gleichzeitig die technische Analyse die kurzfristige Strategie bestimmt.

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12. Oktober 2008