Die meisten Bewohner Deutschlands hatten schon mit 4X zu tun ohne, dass es ihnen bewusst war. Mit der Einführung des 4X verringert sich zwar die Bedeutung des 4X für den durchschnittlichen deutschen Staatsbürger, doch immer noch gibt es Situationen in denen Bürger Deutschlands auf 4X angewiesen sind. In der Regel ist die Ursache ein Urlaub außerhalb der Eurozone, denn in den meisten Ländern außerhalb der Eurozone kann nicht in Euro eingekauft werden, stattdessen muss die Währung in die landesübliche Währung getauscht werden. Dies geschieht zu gewissen Kursen, die größtenteils vom 4X bestimmt werden. 4X ist die englische Abkürzung für Forex, welches eine Neubildung aus den Begriffen „Foreign Exchange“ darstellt. Der Forex steht natürlich für den Währungsmarkt, auch Devisenmarkt genannt. Finanziert wird der Devisenmarkt unter anderem von den Spreads, kleinen Unterschieden in den Ankaufs- und Verkaufskursen. Bei den Beträgen, die im Urlaub ausgegeben werden, macht sich der Spread kaum bemerkbar. Vor allem, da die getauschte Währung meist direkt in Waren investiert wird, aber die Menge der einzelnen Tauschgeschäfte summiert sich für die Banken zu einer Summe, die nicht unterschätzt werden sollte. Doch nicht nur Urlauber sind auf den Tausch von Währungen angewiesen, auch Firmen benötigen häufig fremde Währungen um Geschäfte im Ausland tätigen zu können, oder im Ausland erwirtschaftetes Geld im Inland wieder anlegen zu können. Da sich die Wechselkurse täglich ändern und große Firmen in der Regel dementsprechend höhere Geldbeträge tauschen, ist es für Firmen sinnvoll, falls möglich, einen guten Zeitpunkt für den Wechsel abzuwarten, da schlechte Kurse den erwirtschafteten Gewinn nicht unerheblich beeinflussen können. Auch Spekulanten und Investoren benötigen immer wieder den Wechsel in eine andere Währung, um internationale Aktien erwerben zu können, wobei es auch den Fall gibt, dass Trader auf die Kursänderungen spekulieren. Diese Trader nutzen vor allem die Tatsache, dass der Devisenmarkt in der Regel ein gebührenfreier Markt ist, wobei der Effekt der Kurspannen, welche den Gewinn abschwächen, nicht unterschätzt werden sollte. Für Spekulanten ist der fast 24-Stunden lange Handel ebenfalls ein positives Kriterium, da rasch und flexibel auf Ereignisse innerhalb und außerhalb des Marktes reagiert werden kann. Bisher waren nur die Feiertage und Wochenenden handelsfreie Tage, doch durch die starke Zunahme des Onlinehandels breitet sich Forex auch immer weiter in den Bereich des ununterbrochenen Handels aus. Auch Regierungen, meist durch die Zentralbanken vertreten, sind in Forex involviert. Die Banken greifen dabei mit unterschiedlichen Methoden wie Zinsänderung oder Spekulation in den Markt ein, um die Devisenkurse in einen für den Staat günstigen Kurs zu ändern, oder gegebenenfalls den Markt zu stabilisieren. Die Zentralbanken sind weniger auf Kapitalvermehrung ausgerichtet, können jedoch durch ihre Handlungen durchaus langfristige Gewinne einfahren. Anders verhalten sich die Handels- und Anlagebanken, die sich zu einem gewissen Grad über den Devisenmarkt finanzieren. Des Weiteren handeln diese Banken auch Währung im Auftrag ihrer Kunden und bemühen sich die Kurse im Sinne ihrer Kunden zu stabilisieren. Viele Gründe sich am Devisenmarkt zu beteiligen sorgen dafür, dass viel Kapital in den Markt gepumpt wird, dies zeigt sich in dem enormen Tagesvolumen welches der Devisenmarkt verzeichnet. Dies macht Forex zum größten Markt der Welt.

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12. Oktober 2008