Immer wieder wird für den Forex ( Devisenmarkt ) mit der Aussage geworben, der Markt wäre fast Kostenfrei, hätte keine Service oder versteckten Kosten, dabei wird eine ganz spezielle Kategorie von Kosten unterschlagen. Diese Kosten werden durch Spreads verursacht. Spread ist der englische Ausdruck für Kursspanne. Die Kursspanne entsteht durch den Unterschied zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis einer Währung. In der Regel liegt der Verkaufspreis einer Währung unter dem Ankaufspreis, das bedeutet, wird eine Währung gehandelt ohne dass sich ihr Kurs verändert, macht der Marktteilnehmer, häufig als Trader bezeichnet, Verlust. An einem Konkreten Beispiel gezeigt, sieht dies so aus: Der Wechselkurs von Euros in amerikanische Dollar wird mit EUR/USD 1.2881/1.2884  angegeben, ein Punkt ersetzt das in Europa übliche Komma. Der Euro steht in diesem Währungspaar an erster Stelle und ist somit die Basis, dieses Paares. Jeder Dollar wird in diesem Kurs durch europäische Euro ausgedrückt. Für den Fall das Dollar gekauft werden sollen, ist ein Dollar 1.2881 wert, konkret heißt das, für einen Dollar gibt es einen Euro und 28,81 Cent. Soll der Dollar wieder verkauft werden, ist er im Verhältnis zum Euro 1.2884 wert. Der Gedanke, dass ein Dollar nun mehr Wert ist als vorher, trügt über die Tatsache hinweg, dass nun erst für 1,2884 Dollar einen Euro gibt, also mehr Dollar gezahlt werden müssen um den vorher investierten Betrag zurück zu erhalten. Letztendlich wird beim Tausch in Dollar und dem Tausch zurück in Euro ein Verlust eingefahren, solange sich die Kurse nicht ändern. In diesem Beispiel müssten die Kurse über drei Pip steigen. Ein Pip ist als die letzte Stelle nach dem Komma definiert. Es ist üblich die Kurse bis zu vier Stellen nach dem Komma anzugeben, als entspricht ein Pip der vierten stelle nach dem Komme oder 0,0001 der Kurseinheit. Auch wenn drei Pip nach sehr wenig aussehen, können sie sich in hohen Summen stark bemerkbar machen. Bei Geldmengen im 6stelligen Bereich macht sich der Pip möglicherweise im Bereich von dreihundert Euro bemerkbar. Bei regelmäßigen Investitionen summiert sich die Kursspanne zu einem nicht unerheblichen Betrag auf. Wichtig ist vor allem der Aspekt, dass ein Kurs über die Kursspanne steigen muss, um einen Gewinn erzielen zu können. Dieser Effekt trägt dazu bei den Gewinn zu schmälern, kann also letztlich als der Preis des Forex bezeichnet werden. Man sollte beachten, dass der Spread tatsächlich die Haupteinnahmequelle von Unternehmen darstellt, die einen Währungswechsel anbieten. Der Spread ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, die Suche nach einem möglichst kleinen Spread verkleinert die Kosten der Investitionen. So gibt es tatsächlich Anbieter mit einer Kursspanne von bis zu 600Pips, hier würde sich ein Verlust schon wesentlich früher und stärker Bemerkbar machen und ein Gewinn würde erst bei einem Kursanstieg über 600Pips verzeichnet werden, wodurch gleichzeitig das Risiko steigt. Andererseits haben die Zunahme der Onlinehändler sowie die Einführung des Euros zu einer zunehmenden Verringerung des Spreads geführt. Ist der Spread zu klein, ist die Kursspanne wiederum kritisch zu betrachten, denn wie schon erwähnt, stellt der Spread die Haupteinnahmequelle im Geschäft mit Devisen dar und eine Firma, die kaum durch Spreads verdient, muss ihr Geld anderweitig beschaffen. Möglicherweise finden sich hier tatsächlich versteckte Kosten.

 

 

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10. Oktober 2008