In der heutigen Zeit werden Rohstoffe überwiegend in amerikanische Dollar abgerechnet. Dazu zählt auch der aus wirtschaftlicher Sicht sehr bedeutende Handel mit Erdöl. Das für diesen Bereich genutzte Geld wird als Petrodollar bezeichnet. Daraus lassen sich generell zwei Schlüsse ziehen. Aus der sehr großen Abhängigkeit der gesamten Weltwirtschaft vom Öl folgt, dass eine entscheidende wirtschaftliche Größe der Wechselkurs einer jeden Nation gegenüber dem amerikanischen Dollar ist. Besonders, da der Dollar die Rohstoffpreise eines Landes in starkem Maß beeinflusst. Außerdem verursacht die Dollarfakturierung aus bilanztechnischer Sicht Verbindlichkeiten der amerikanischen Zentralbank gegenüber den Ländern, die Erdöl exportieren, und dies in sehr großem Umfang, da den erdölexportierenden Ländern sehr hohe Dollarbestände zufließen. Generell steht der Euro unumstritten an Position zwei im Weltwährungssystem. Dabei steigt die Bedeutung zunehmend an. Auch gilt es aber zu berücksichtigen, dass die Bedeutung des Euros auf den momentan sehr hohen Wert auf Devisenmärkten zurückzuführen ist. Genaue Prognosen können hier nicht durchgeführt werden. Der gesamte Prozess der Ablösung des englischen Pfunds als Nummer eins der Weltwährungen durch den amerikanischen Dollar zog sich über Jahrzehnte hin. Somit kann auch für die Ablösung des Dollar durch den Euro eine ebenso lange Zeitspane erwartet werden. Auch ist der Prozess von langfristigen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen abhängig. Ausschlaggebend ist auch der der Erfolg der wichtigen Lissabon-Strategie. Diese ist auf das Ziel ausgerichtet, den Euro zum dynamischsten und wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum auf der gesamten Welt zu machen. Ebenfalls ist die in Zukunft vorhandene wirtschaftliche Bedeutung von bevölkerungsreichen Ländern des asiatischen Raums wie China oder Indien entscheidend. Die weltweiten Währungsreserven werden von der Deutschen Bank auf insgesamt rund 5 Billionen US-Dollar geschätzt. Allein asiatische Staaten halten etwa zwei Drittel der gesamten Reserven. Bis 2010 soll der Euro-Anteil hierbei schrittweise auf 40 Prozent ansteigen. Dies prognostiziert die Deutsche Bank. Die Begründung liegt in der großen Wechselkurs-Unsicherheit, der der amerikanische Dollar ausgesetzt ist. Der Grund liegt hierbei vorwiegend im Leistungsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten von Amerika. Laut Deutscher Bank führt dies dazu, dass Zentralbanken diese Unsicherheit vermeiden wollen und nach besserer Stabilität suchen. Daher werden sie eine Diversifikation durchführen wollen und für Reserven auch verstärkt auf den Euro zurückgreifen. Es ist deshalb schon heute eine schrittweise Änderung bei der Währungspolitik verschiedener Länder zu beobachten. Generell entfernen sich die Nationen von der reinen Dollarbindung und führen stattdessen eine Bindung an einen Währungskorb durch. Der Währungskorb gilt als eine gewichtete Mischung verschiedener Währungen. Dies macht ihn zu einer geschaffenen künstlichen Währung. Sie kann allgemein im Bereich der Währungspolitik sowie zur Absicherung gegen Schwankungen des Wechselkurses genutzt werden. Zusätzlich ist auch der Anstieg der Währungsreserven zu berücksichtigen. Dadurch stehen Zentralbanken unter politischem Druck, Reserven so anzulegen, dass sie zinsbringend sind. So erscheint auch aus diesem Blickwinkel die Diversifikationsstrategie als lohnend. Im gesamten Zusammenhang des Forex Market sollte die Entwicklung von US-Dollar und Euro sowie weiterer Währungen genau beobachtet werden. Auch die politischen und wirtschaftlichen Ereignisse sind in diesem Zusammenhang sehr bedeutend. Dies sind einerseits die Entwicklungen in dem Land, aus dem die betreffende Währung stammt und zum anderen die politischen Geschehnisse im Gesamtzusammenhang.

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08. Oktober 2008